Die Sicht auf die Dinge

Ich genieße es sehr, wenn bei Ausstellungen und in persönlichen Begegnungen Menschen mit mir ins Gespräch kommen.
Denn genau dort passiert etwas, das digital nur schwer hinzubekommen ist: Wenn ich erkläre, warum ich ein Bild gemacht habe, wie ich arbeite, wie ich sehe – dann verändert sich der Blick. Nicht nur auf das Foto, sondern oft auch auf das, was dahinter liegt.

Und dann ist da noch dieses Zusammenspiel: Papier und Foto.
Ein Print ist kein „Bildschirmfoto in teuer“. Er hat Gewicht, Oberfläche, Präsenz. Er zwingt zur Langsamkeit. Und ja – er verzeiht auch keine schlechten Entscheidungen. (Ein Bildschirm ist da deutlich gnädiger.)

Deshalb gilt für 2026: Mehr Ausstellungen. Mehr Begegnungen.
Und vielleicht sogar: eine eigene, kleine Galerie.

Heißt im Umkehrschluss aber auch: weniger digitales Schauen auf meine Fotos.
Dieser Gedanke ist noch nicht fertig. Er formt sich gerade erst – wie ein Bild in der Entwicklerdose: erst vage, dann klarer.

Ich bin gespannt, wohin er mich führt.

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Zwischenzeit - Ausstellung am 6. juni 2025 in stuttgart